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Katze trinkt Wasser aus Pflanzen oder Pfützen: Welche Risiken gibt es?

Langhaarkatze an einem Fenster neben Zimmerpflanzen

Ihre Katze ignoriert ihren Wassernapf und trinkt stattdessen mit Vorliebe aus der Blumenvase im Wohnzimmer, dem Untersetzer einer Zimmerpflanze oder aus schmutzigen Pfützen im Garten? Dieses Verhalten ist bei vielen Samtpfoten weit verbreitet und hat vollkommen nachvollziehbare biologische Gründe. Doch wenn eine Katze Wasser aus Pflanzen oder Pfützen trinkt, setzt sie sich echten Gefahren aus: giftige Pflanzen, Düngemittel, Pestizide oder sogar hochgiftiges Frostschutzmittel. Hier erfahren Sie alles Wichtige, was Sie wissen müssen, um Ihre Katze wirksam und vorausschauend vor solchen Risiken zu schützen.

Warum dieses Wasser so verlockend ist

Zu beobachten, wo Ihre Katze am liebsten trinkt, hilft Ihnen zu verstehen, was sie sucht – sei es Frische, ein erhöhter Platz mit Überblick oder schlichte Ruhe. Wenn Sie diese Bedürfnisse kennen, können Sie die Bedingungen gezielt mit sauberem, unbedenklichem Wasser in Ihrer Wohnung nachbilden.

Katzen fühlen sich von Wasser angezogen, das einen anderen Geruch, Geschmack oder eine andere Temperatur hat. Regenwasser oder Wasser aus einer Pfütze ist oft weniger gechlort als Leitungswasser, weshalb manche Katzen es bevorzugen.

Eine Vase oder ein Untersetzer bietet zudem eine breite Wasseroberfläche und steht oft an einem Ort, den die Katze gerne aufsucht – weiter oben auf Möbeln oder in Fensternähe.

Draußen im Garten gehört das Trinken aus Pfützen, Teichen oder gefüllten Gießkannen schlichtweg zu ihrem natürlichen Erkundungsverhalten als aufmerksamer Jäger und Reviergänger.

Diese Vorliebe kann auch darauf hindeuten, dass ihr gewohnter Trinkplatz nicht optimal ist: ungünstig platziert, zu nah am Katzenklo oder mit abgestandenem, selten gewechseltem Wasser gefüllt.

Die Gefahr durch Pflanzen und Blumensträuße

Vasenwasser kann gefährliche Substanzen enthalten, die von Schnittblumen abgegeben werden. Lilien sind besonders gefährlich: Alle Teile der Pflanze, einschließlich Blütenpollen und Vasenwasser, können laut tiermedizinischen Giftnotrufzentralen bei Katzen ein akutes Nierenversagen auslösen.

Auch viele andere Zimmerpflanzen und Schnittblumen sind in unterschiedlichem Maße giftig. Zudem können dem Wasser zugesetzte Frischhaltemittel für Blumen auf den empfindlichen Magen-Darm-Trakt der Katze reizend wirken.

Wenn Sie eine Katze haben, verzichten Sie zu Hause vollständig auf Lilien und prüfen Sie die Giftigkeit von Pflanzen und Blumensträußen, bevor Sie sie aufstellen.

Wenden Sie sich bei Zweifeln nach einer Wasseraufnahme sofort an Ihre Tierarztpraxis, selbst wenn Ihre Katze äußerlich noch vollkommen gesund und munter wirkt.

Dünger, Pestizide und Pflanzuntersetzer

Stellen Sie Pflanzen außer Reichweite oder in geschlossene Räume, falls Ihre Katze daran knabbert. Bieten Sie ihr stattdessen sicheres Katzengras in einem separaten Topf an, dessen Untersetzer stets trocken und leer bleibt.

Das Wasser, das sich im Untersetzer einer Topfpflanze sammelt, kann Düngemittel, Schädlingsbekämpfungsmittel oder Rückstände von Blumenerde enthalten. Diese gelösten Stoffe können stark reizend oder toxisch auf den Magen wirken.

Leeren Sie Untersetzer nach dem Gießen gründlich aus oder nutzen Sie geschlossene Übertöpfe. Bewahren Sie Dünger und Gartenprodukte stets an einem für Ihr Tier vollkommen unzugänglichen Ort auf.

Bevorzugen Sie natürliche Produkte und lesen Sie die Etiketten aufmerksam: Bestimmte Mittel wie herkömmliches Schneckenkorn sind für Haustiere extrem gefährlich und oft lebensbedrohlich.

Die Risiken von Pfützen im Freien

Wenn Sie an Ihrem Auto arbeiten, entfernen Sie ausgetretene Kühlflüssigkeit in der Garage oder Einfahrt stets sofort restlos und lagern Sie verschlossene Kanister weit oben im Schrank.

Gartenteiche oder Regentonnen sollten abgedeckt werden – sowohl um das Ertrinken junger Kätzchen zu verhindern als auch um die Versuchung zu mindern, verunreinigtes, abgestandenes Wasser zu trinken.

In einer Pfütze können sich Kohlenwasserstoffe, Pestizide, Reste von Reinigungsmitteln oder Frostschutzmittel ansammeln. Frostschutzmittel enthält häufig Ethylenglykol, das süßlich schmeckt und für Katzen bereits in kleinsten Mengen hochgiftig ist.

Eine Vergiftung mit Ethylenglykol ist ein absoluter Notfall: taumelnder Gang, Erbrechen und ausgeprägte Apathie sind typische Anzeichen. Rufen Sie sofort einen Tierarzt an, wenn Sie eine Aufnahme vermuten.

Stehendes Wasser im Freien kann zudem Parasiten oder krankheitserregende Bakterien übertragen, die zu anhaltenden Magen-Darm-Infektionen bei Haustieren führen können.

Eine bessere Alternative bieten

Leeren Sie Gießkannen und Eimer im Garten regelmäßig nach Gebrauch aus, da sie für Katzen verlockende, aber selten saubere Wasserquellen im Außenbereich darstellen.

Richten Sie im Haus mehrere saubere Trinkstellen an ruhigen Orten und weit entfernt von der Katzentoilette ein. Wechseln Sie das Wasser täglich und verwenden Sie breite Schalen.

Wenn Ihre Katze Freigang hat, stellen Sie draußen an einem geschützten, schattigen Platz einen Napf mit frischem Wasser auf und erneuern Sie dieses regelmäßig.

Viele Katzen bevorzugen fließendes Wasser: Ein gut gepflegter Trinkbrunnen kann das Wasser im Haus weitaus attraktiver machen als das abgestandene Wasser aus Vasen oder Pfützen.

Warnsignale, die Sie ernst nehmen sollten

Halten Sie die Telefonnummer Ihrer Tierarztpraxis und eines Giftnotrufs für Tiere stets griffbereit – idealerweise direkt im Adressbuch Ihres Smartphones gespeichert, um im Notfall schnell zu handeln.

Erbrechen, übermäßiger Speichelfluss, Apathie, unsicherer Gang, Appetitlosigkeit oder auffälliger Urin nach dem Trinken von verdächtigem Wasser erfordern unverzüglich einen schnellen Tierarztbesuch.

Bringen Sie nach Möglichkeit den Namen der betroffenen Pflanze oder des Mittels mit: Das hilft dem Tierarzt, gezielt und schnell zu handeln.

Und wenn Ihre Katze plötzlich ungewöhnlich intensiv überall nach Wasser sucht, hat sie möglicherweise übermäßigen Durst: In diesem Fall ist eine tierärztliche Untersuchung dringend ratsam.

Wenn Sie Ihrer Katze fließendes Wasser anbieten möchten, kombiniert der Trinkbrunnen von Veyrulis einen 3,2-Liter-Behälter aus Edelstahl SUS 304, ein Filtersystem gegen Haare und Schmutzpartikel, einen leisen Betrieb sowie ein beleuchtetes Sichtfenster zur praktischen Füllstandskontrolle. Er ersetzt weder eine artgerechte Ernährung noch den Rat Ihrer Tierarztpraxis.