VEYRULIS
DAS WOHLBEFINDEN IHRER KATZE, GANZ NATÜRLICH
← Blog

Rosa oder schleimiger Belag im Katzenbrunnen: Was tun?

Katze trinkt an einem Trinkbrunnen, dessen Schale frei von Belägen und Biofilm bleiben sollte

Sie fahren mit dem Finger über die Innenwand des Trinkbrunnens und spüren einen glitschigen Film, oder Sie bemerken auffällige rosa Ränder rund um die Pumpe? Dieser rosa oder schleimige Belag im Katzenbrunnen kommt sehr häufig vor. In der Regel handelt es sich dabei um Biofilm – eine Kolonie von Mikroorganismen, die sich auf feuchten Oberflächen ansiedelt. Die gute Nachricht: Mit der passenden Reinigungsmethode lässt er sich ganz einfach und dauerhaft beseitigen.

Was ist Biofilm?

Er bildet sich oft schon innerhalb weniger Tage, selbst in einem frisch gereinigten Trinkbrunnen. Deshalb ist eine regelmäßige Pflege unerlässlich: Man kann sein Entstehen zwar nicht völlig verhindern, aber man sorgt dafür, dass er sich nicht dauerhaft festsetzt und dicker wird.

Biofilm ist eine dünne Schicht aus Bakterien und anderen Mikroorganismen, die sich auf einer ständig mit Wasser in Kontakt stehenden Oberfläche zusammenlagern. Sie scheiden eine Art schützendes Gel aus, das ihnen Halt gibt und sich beim Berühren schleimig anfühlt.

Man findet ihn überall dort, wo Wasser steht oder fließt: in Näpfen, Trinkbrunnen, Spülbecken und Duschköpfen. Der Speichel Ihrer Katze beim Trinken, feine Futterpartikel und alltäglicher Staub dienen den Mikroorganismen dabei als willkommene Nahrung.

Rosa oder orangefarbene Spuren hängen häufig mit pigmentierten Bakterien zusammen, die in feuchten Umgebungen im Haushalt weit verbreitet sind – ganz ähnlich wie die Beläge, die man manchmal an Duschvorhängen oder in Duschfugen sieht.

Ist das gefährlich für meine Katze?

Ein wenig Biofilm entsteht zwischen zwei Reinigungen unweigerlich und bedeutet keineswegs, dass Ihre Katze sofort krank wird. Ein dicker Belag, ein unangenehmer Geruch oder trübes Wasser zeigen jedoch an, dass die Hygiene nicht mehr ausreicht und Handlungsbedarf besteht.

Wasser von schlechter Qualität kann Ihre Katze zudem vom Trinken abhalten – was für ein Tier, das von Natur aus ohnehin eher wenig trinkt, schnell zu einem echten Problem werden kann.

Sollte Ihre Katze Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit oder kleine Pusteln am Kinn zeigen, suchen Sie bitte Ihren Tierarzt auf, anstatt voreilig anzunehmen, dass allein der Trinkbrunnen die Ursache ist.

Warum er sich im Trinkbrunnen bildet

Ein Trinkbrunnen bietet ideale Wachstumsbedingungen: Wasser bei Raumtemperatur, schwer zugängliche Ecken sowie Pumpe und Schläuche, durch die das Wasser ununterbrochen fließt. Je länger das Wasser unverändert im Brunnen bleibt, desto mehr Zeit hat der Biofilm, sich festzusetzen.

Zerkratzte Oberflächen, insbesondere bei älterem Kunststoff, bieten ihm zusätzlichen Halt und Versteckmöglichkeiten. Ein warmer oder sonniger Standort im Raum beschleunigt sein Wachstum ebenfalls spürbar.

Schließlich kann auch ein gesättigter Filter seine Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen und lässt mehr Futterreste sowie Schwebstoffe im Wasser zirkulieren.

Die wirksame Reinigungsmethode

Reservieren Sie eine Bürste ausschließlich für den Brunnen und bewahren Sie diese separat auf, um keine Spülmittel- oder Speisereste aus der Küche zu übertragen. Ersetzen Sie sie, sobald sie abgenutzt ist. Dieses kleine, zweckgebundene Utensil macht die wöchentliche Reinigung spürbar schneller und gründlicher.

Trennen Sie den Trinkbrunnen vom Stromnetz, leeren Sie ihn und zerlegen Sie alle Teile vollständig: Behälter, Deckel, Auslauf, Pumpe und deren Abdeckung. Der Biofilm versteckt sich vor allem in den Winkeln und im Inneren des Pumpengehäuses.

Reinigen Sie jedes Teil mit warmem Wasser und einer milden Seife, indem Sie es mit einer passenden Bürste gründlich abschrubben: eine Flaschenbürste für den Behälter und eine kleine Bürste oder ein Wattestäbchen für die Pumpe und den Auslauf. Mechanisches Schrubben ist unverzichtbar, da Biofilm einem bloßen Abspülen problemlos widersteht.

Spülen Sie alles gründlich mit klarem Wasser ab, lassen Sie die Teile nach Möglichkeit kurz trocknen und setzen Sie den Brunnen anschließend mit frischem Wasser wieder zusammen. Tauschen Sie den Filter aus, wenn er das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat oder sichtbar verschmutzt ist.

Erneuter Bildung vorbeugen

Wenn Sie für ein paar Tage verreisen, reinigen Sie den Brunnen direkt vor der Abreise und unmittelbar nach Ihrer Rückkehr: Gerade in Zeiten ohne regelmäßige Pflege setzt sich der Biofilm am schnellsten fest, besonders im warmen Sommer.

Wechseln Sie das Wasser alle zwei bis drei Tage komplett und reinigen Sie den Brunnen einmal pro Woche gründlich. Dieser Rhythmus genügt in der Regel vollkommen, um zu verhindern, dass der Biofilm dicker wird.

Platzieren Sie den Trinkbrunnen geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung und mit Abstand zu Heizkörpern oder Wärmequellen. Stellen Sie ihn nicht direkt neben den Futternapf, damit möglichst keine Futterkrümel ins Wasser fallen.

Wenn Sie ein älteres Modell aus stark zerkratztem Kunststoff nutzen, sollten Sie über einen Austausch nachdenken: Glatte Oberflächen wie hygienischer Edelstahl oder glasierte Keramik bieten Ablagerungen deutlich weniger Halt.

Was Sie unbedingt vermeiden sollten

Geben Sie niemals Bleichmittel, scharfe Desinfektionsmittel oder ätherische Öle in das Trinkwasser. Diese Stoffe können für Katzen stark reizend oder giftig sein. Wenn Sie die Teile gelegentlich desinfizieren, tun Sie dies streng nach Herstellerangaben und spülen Sie sie anschließend restlos mit klarem Wasser ab.

Begnügen Sie sich nicht mit einem kurzen Ausspülen unter kaltem Wasser: Der Biofilm wäre so innerhalb weniger Tage wieder da. Und lassen Sie den Brunnen nicht schmutzig stehen, ohne Ihrer Katze eine andere frische Wasserquelle anzubieten.

Stellen Sie während der Reinigung immer einen Napf mit frischem Wasser bereit, damit Ihr Tier zu keinem Zeitpunkt durstig vor einer leeren Stelle steht.

Wenn Sie Ihrer Katze fließendes Wasser bieten möchten, vereint der Trinkbrunnen von Veyrulis einen 3,2-Liter-Behälter aus rostfreiem SUS 304 Edelstahl, ein Filtersystem gegen Haare und Schmutzpartikel, einen leisen Betrieb sowie ein Sichtfenster mit dezenter LED zur einfachen Kontrolle des Wasserstands. Er ersetzt weder eine ausgewogene Ernährung noch den fachlichen Rat Ihres Tierarztes.