Welches Wasser für den Katzenbrunnen? Leitungswasser, gefiltert oder Flasche

Welches Wasser gehört in einen Katzenbrunnen? Die Frage klingt im ersten Moment simpel, beschäftigt jedoch viele Katzenhalter im Alltag sehr intensiv. Vor allem in Regionen mit sehr kalkhaltigem Leitungswasser oder spürbarem Chlorgeschmack kommen verständliche Zweifel auf. Sollten Sie extra Flaschenwasser kaufen, das Wasser aus dem Hahn aufwendig filtern oder schlichtweg gar nichts ändern? Hier finden Sie klare Orientierungshilfen, um unkompliziert das passende Wasser für Ihre Katze auszuwählen, ohne Ihren Alltag unnötig zu verkomplizieren.
Leitungswasser eignet sich in den meisten Haushalten hervorragend
Sie können die Qualität Ihres Leitungswassers online beim zuständigen Wasserversorger oder bei Ihrer Gemeindeverwaltung einsehen, wo behördliche Kontrollergebnisse regelmäßig veröffentlicht werden. Diese detaillierten Angaben informieren über Wasserhärte, Nitratgehalt und allgemeine Trinkwasserqualität. So können Sie verlässlich beurteilen, ob eine zusätzliche Filterung vor dem Befüllen des Katzenbrunnens in Ihrem Haushalt überhaupt sinnvoll und notwendig ist.
In Deutschland und Österreich wird Leitungswasser streng kontrolliert und ist von einwandfreier Qualität. Wenn Sie es selbst bedenkenlos trinken, eignet es sich im Normalfall auch für Ihre Katze optimal. Es ist die unkomplizierteste, günstigste und umweltfreundlichste Lösung, da keine schweren Flaschen getragen werden müssen und kein unnötiger Verpackungsmüll anfällt.
Riecht das Leitungswasser bei Ihnen spürbar nach Chlor, gibt es einen einfachen Trick: Lassen Sie es einige Stunden in einer offenen Karaffe stehen, bevor Sie den Trinkbrunnen füllen, damit sich das flüchtige Chlor größtenteils verflüchtigen kann. Manche Katzen reagieren empfindlich auf diesen Geruch, während andere Samtpfoten sich überhaupt nicht daran stören.
In seltenen Ausnahmefällen, etwa bei behördlich nicht freigegebenem Wasser, ungeprüften Brunnen oder alten Bleileitungen im Haus, sollten Sie natürlich sowohl für Ihre Katze als auch für sich selbst auf eine andere, sichere Wasserquelle zurückgreifen.
Gefiltertes Wasser: eine praktische Lösung bei kalkhaltigem Wasser
Eine Filterkanne kann den Geschmack des Wassers verbessern und Kalkablagerungen im Trinkbrunnen spürbar verringern. Dieser Kalk ist für eine gesunde Katze an sich nicht gefährlich, setzt aber mit der Zeit die Pumpe zu und erfordert ein deutlich häufigeres Entkalken und Reinigen des gesamten Brunnens.
Denken Sie daran, die Filterkartusche der Kanne gewissenhaft nach den Angaben des Herstellers zu wechseln, da ein verbrauchter Filter rasch an Wirkung verliert. Der Filter des Katzenbrunnens hingegen hält vor allem Haare, Futterreste und Staub zurück; er ersetzt keine Filterkanne und muss für eine gute Hygiene ebenfalls regelmäßig erneuert werden.
Flaschenwasser: Welches Wasser sollte man wählen?
Wenn Sie Flaschenwasser bevorzugen, wählen Sie am besten stilles Quellwasser oder natrium- und mineralstoffarmes Wasser. Stark mineralisierte Mineralwässer, besonders mit hohem Gehalt an Magnesium und Calcium, sind als tägliches Trinkwasser für Katzen nicht zu empfehlen, vor allem bei Tieren mit einer Neigung zu Harnsteinen oder Harngrieß.
Die Bedürfnisse sind von Katze zu Katze verschieden. Erhält Ihr Tier Spezialfutter für die Harnwege oder leidet es an einer chronischen Nierenerkrankung, fragen Sie Ihren Tierarzt, welches Wasser am besten geeignet ist – er kennt die Krankengeschichte und die genauen Laborwerte Ihres Lieblings.
Ungeeignetes Wasser und Zusätze, die man vermeiden sollte
Verwenden Sie kein kohlensäurehaltiges Wasser, kein aromatisiertes Wasser und kein mit Salz enthärtetes Wasser, da dieses oft zu viel Natrium enthält. Vermeiden Sie auch destilliertes oder demineralisiertes Wasser als dauerhaftes Trinkwasser für Ihre Katze, es sei denn, Ihr Tierarzt hat dies ausdrücklich empfohlen.
Geben Sie niemals Milch, Brühe, Zucker oder Reinigungsmittel in den Trinkbrunnen. Solche Zusätze fördern die Vermehrung von Bakterien und verstopfen rasch die Pumpe. Zudem sind manche Zutaten wie Zwiebeln oder Knoblauch in Brühen hochgradig giftig für Katzen.
Ein paar Eiswürfel aus gewöhnlichem Leitungswasser können das Wasser an heißen Sommertagen dagegen angenehm erfrischen, solange Sie darauf achten, dass das Trinkwasser für das Tier nicht eiskalt wird.
Das Wasser regelmäßig wechseln – unabhängig von Ihrer Wahl
Selbst das beste Wasser verliert an Frische, wenn es zu lange im Becken steht. Leeren und erneuern Sie das Wasser im Trinkbrunnen alle zwei bis drei Tage vollständig – im Sommer oder wenn mehrere Tiere daraus trinken, sogar noch häufiger. Füllen Sie den Füllstand zwischendurch bei Bedarf einfach regelmäßig auf.
Nutzen Sie jeden Wasserwechsel, um den Behälter kurz mit klarem Wasser auszuspülen, und reinigen Sie den Brunnen etwa einmal pro Woche gründlich. Frisches, sauberes Wasser in einem gepflegten Gerät ist die beste Kombination, die Ihre Katze dazu animiert, gerne und ausreichend zu trinken.
Wasser und Gesundheit: Besondere Fälle erfordern Aufmerksamkeit
Für Kitten, Seniorkatzen oder Tiere mit Nieren-, Harnwegs- oder Herzerkrankungen verdient die Wasserqualität eine genaue Rücksprache mit der Tierarztpraxis. Manche Diäten gehen mit präzisen Vorgaben zur Mineralisierung einher; diese sollten Sie verlässlich einhalten, anstatt die Wassersorte auf eigene Faust zu wechseln.
Sollte Ihre Katze nach einer Umstellung plötzlich deutlich mehr oder weniger trinken, wechseln Sie sofort zum zuvor gewohnten Wasser zurück und beobachten Sie das Verhalten. Eine abrupte Veränderung des Trinkverhaltens rechtfertigt grundsätzlich immer eine zügige und fachkundige tierärztliche Abklärung.
Achten Sie zudem auf Beständigkeit: Katzen gewöhnen sich sehr stark an den vertrauten Geschmack ihres Wassers. Wenn Sie von Leitungswasser auf gefiltertes Wasser umsteigen, mischen Sie beides einige Tage lang schrittweise. Diese sanfte Umstellung verhindert, dass Ihre Katze ihren Trinkbrunnen von heute auf morgen verweigert.
Mit dem Trinkbrunnen von Veyrulis können Sie ganz unbesorgt normales Leitungswasser verwenden: Sein 3,2-Liter-Behälter aus hygienischem SUS 304 Edelstahl verfälscht den Geschmack des Wassers nicht, das Filtersystem hält Haare und Schmutz zuverlässig zurück, die Pumpe arbeitet überaus diskret, und das beleuchtete Sichtfenster zeigt Ihnen jederzeit an, wann es Zeit zum Nachfüllen ist.
Quellen und weiterführende Literatur
Diese Hinweise dienen der Information und ersetzen nicht den Rat Ihrer Tierärztin oder Ihres Tierarztes.
